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Das Gespräch mit Patient*innen ist ein wesentlicher Bestandteil der ärztlichen Tätigkeit. Eine Vielzahl internationaler Studien zeigt, dass kommunikative Kompetenzen durch praktisches Training erworben und verbessert werden können. Ein Beispiel hierfür sind beobachtbare Veränderungen der ärztlichen Gesprächsführung bei der Übermittlung schlechter Nachrichten (breaking bad news). Die positiven Auswirkungen von guter Kommunikation auf die Zufriedenheit von Patient*innen, ihre Bereitschaft zur Kooperation und den Verlauf der Erkrankung ist ebenfalls in vielen Untersuchungen belegt.

Die Arbeitsgemeinschaft KIM - Kommunikation und Interaktion in der Medizin hat sich zum Ziel gesetzt, die Aus- und Weiterbildung in der ärztlichen Gesprächsführung zu fördern. In Kooperation mit dem Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin, Ruhr-Universität Bochum (Direktor: Prof. Dr. Dr. Jochen Vollmann) wurden von KIM Lehrveranstaltung an der Ruhr-Universität Bochum konzipiert und durchgeführt. Weitere Lehrveranstaltungen wurden an der Charité, Universitätsmedizin Berlin sowie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg implementiert.

Seit 2000 führen Mitarbeiter*innen von KIM Fortbildungsveranstaltungen zu  Themen der  Ethik und Kommunikation durch. Die Inhalte umfassen unter anderem das Überbringen schlechter Nachrichten (breaking bad news), die Kommunikation von Risiken und Fehlern, Gespräche über Therapiezieländerung oder Gespräche über Patientenverfügung/Advance Care Planning.  An den Veranstaltungen nahmen mehr als 500 Ärztinnen und Ärzte, Mitarbeiter*innen der Gesundheits- und Krankenpflege sowie weiteren Berufsgruppen im Gesundheitswesen teil. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung werden publiziert (siehe auch Publikationen). Die Arbeit von KIM wurde mit dem Oskar-Kuhn-Preis für Gesundheitskommunikation ausgezeichnet.